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Der
Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, bezeichnete
im April 1994 auf einer Pressekonferenz Verluste in Höhe von ca.
50 Mio DM, die durch den Bankrott des Bau- und Immobilienkonzerns
Schneider entstanden waren, als »Peanuts«, also als unwichtige
Größe. Da es sich dabei aber vor allem um Gelder handelte, die
kleineren und mittleren Firmen für schon erbrachte Leistungen
zustanden, war diese Qualizifizierung außerordentlich zynisch,
weil die Außenstände etliche Firmen an den Rand des Ruins
brachten.
Die Entschuldigung
Koppers auf einer Aktionärsversammlung kann nicht darüber
hinwegtäuschen, dass finanzielle Probleme, die für den
Durchschnittsbürger existenzbedrohend wären, in Finanzkreisen
auch sonst gern als »Peanuts« abgetan werden, wobei zu bedenken
ist, dass Banken zu einem wesentlichen Teil von geliehenem Geld,
auch von Kleinsparern, leben, die sich durch einen derartigen
Wortgebrauch zutiefst missachtet fühlen müssen. Der verbale
Ausrutscher Koppers war also nur im Hinblick auf die Höhe der
Verluste einmalig; er hat durchaus seine Basis im kaltschnäuzigen
Umgang mit Problemen anderer und offenbart damit eine grundsätzlich
inhumane Haltung. |