Diese Wortbildung
aus dem »Hartz-Papier« leidet bereits sachlich unter lächerlicher
Unlogik, da ein Individuum keine Aktiengesellschaft sein kann.
Selbst als ironisches Bild ist das Wort nicht hinzunehmen, da sich
die aktuelle Arbeitslosigkeit mit solcher Art von Humor kaum noch
verträgt. Ausschlaggebend für die Wahl war aber die Herabstufung
von menschlichen Schicksalen auf ein sprachliches Börsenniveau.
Ich-AG ist damit einer der zunehmenden Belege, schwierige soziale
und sozialpolitische Sachverhalte mit sprachlicher Kosmetik schönzureden.